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Fahrt dann Euren Rechner via Boot-Menü vom eingesteckten USB-Laufwerk aus hoch — und Ihr findet Euch im Chromium OS wieder. Laut hexxeh selbst ist diese Version jedoch nicht Update-fähig, weswegen Ihr auf dem Stand vom April 2013 sitzen bleibt und nicht den aktuellen Funktionsumfang ausprobieren könnt. Für ganz versierte und interessierte Nutzer gibt es aber einen Weg, von der oben genannten Chromium-Version zu einem vollwertigen und aktuellen Chrome OS zu gelangen. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr eine komplette Festplatte für das Chrome OS bereitstellen könnt und möchtet (eine Partition reicht nicht aus!). Außerdem funktioniert der im Folgenden beschriebene Weg nicht mit jeder Hardware, es gibt also keine Erfolgsgarantie.

Bootet vom USB-Stick in das Chromium OS und meldet Euch mit Eurem Google-Account an. Drückt nun Strg, Alt und T gleichzeitig (eventuell auch Alt und T abwechselnd bei gehaltener Strg-Taste drücken), dann sollte sich die Command Shell öffnen. Gebt dort das Kommando install ein und im folgenden Dialog den Nutzernamen chronos sowie das Passwort facepunch. Nun lest und bestätigt Ihr die Warnhinweise und in der Folge installiert sich Chromium OS auf die Festplatte. Führt danach einen Neustart durch und meldet Euch wieder im Chromium OS an.

Um von Chromium zu einer Chrome OS-Installation zu kommen, öffnet Ihr mit Strg, Alt und F2 die Entwickler-Konsole und gebt dort das Kommando sudo su ein. Ihr müsst Euch erneut mit der oben genannten Nutzernamen-Passwort-Kombination anmelden und die angezeigten Bedingungen bestätigten. Das nächste Kommando lautet bash
Falls nicht, dann wiederholt den gesamten Vorgang noch einmal unter Auswahl einer anderen der im letzten Schritt angesprochenen Images. Wenn es partout nicht klappt, dann ist der gezeigte Weg leider inkompatibel mit Eurer Hardware. Etwaige Warnmeldungen zu Eurem Account und höheren Versionsnummern könnt Ihr derweil ignorieren, sie gehen nur auf die unterschiedliche Nummerierung der beiden Betriebssysteme zurück.

Tablet oder Laptop? Von beidem ein bisschen! Fast ein Jahr nach dem größeren Surface Pro 3 kommt mit dem Surface 3 die kleine Version von Microsofts Tablet-Laptop-Mix in der neuesten Generation auf den Markt. CURVED hat es zum Marktstart getestet.Die Idee vom Surface gefiel mir von Anfang gut. Daran hat sich auch jetzt nichts geändert. Das Windows-Tablet lässt sich mit einer Anstecktastatur wie ein Laptop benutzten, ist aber kompakter und mobiler als ein richtiges Notebook. Im Metallgehäuse ist ein Standfuß integriert und mit einem Stift verwandelt sich das Surface in einen digitalen Zeichenblock. Das Surface 3 ist die neue Einsteiger-Version des 2-in-1-Geräts. Beim Test lassen wir das vorinstallierte Windows 8.1 fast komplett außen vor und warten geduldig darauf, dass mit Windows 10 alles besser wird.
Das 622 Gramm schwere Surface 3 beherbergt in seinem einwandfrei verarbeiteten und schickem Metallgehäuse einen 10,8 Zoll großen und leuchtstarken, aber nicht zu 100 Prozent spiegelfreien Full-HD-Touchscreen mit 1920 x 1280 Pixeln und großen Betrachtungswinkeln. Im Inneren werkelt Intels Atom-Prozessor x7-Z8700 mit vier Rechenkernen, die mit bis zu 2,4 Gigahertz takten können, und dem integrierten HD-Grafikchipsatz von Intel.

Die Akkulaufzeit gibt Microsoft mit bis zu zehn Stunden an. Im Test verlor die Batterie allerdings bereits nach einer Stunde bei mittlerer Display-Helligkeit mit Filmeschauen, Texten, Surfen und Spielen ziemlich genau 25 Prozent. Hochgerechnet wäre bei intensiver Nutzung also bereits nach etwa vier Stunden Schluss. Es lohnt sich also, die Stromspareinstellungen zu nutzen. Den Akku ladet Ihr über einen Micro-USB-Anschluss auf. Der Vorteil: Das Surface und Euer Smartphone können sich unterwegs ein Ladegerät teilen.Microsoft bietet das Surface 3 in zwei Varianten an: Die günstigere Version verfügt über zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte internen Speicher. Für einen Aufpreis von 120 Euro bekommt Ihr das Tablet mit vier Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Speicherplatz. Bei beiden Modellen könnt Ihr die Speicherkapazität mit einer microSD-Karte erweitern. Für den Test stand mir die besser ausgestattete Version zur Verfügung. Im Benchmark-Test Cinebench erreichte sie im CPU-Test 110 cb und im OpenGL-Benchmark 14,80 fps. Beides wahrlich keine Spitzenwerte. Da schneidet das Surface Pro 3 mit seinen Core-i-Chips besser ab.

In der Praxis reicht die Hardware des Surface 3 trotzdem, um gleichzeitig einen Film in Full-HD-Auflösung zu schauen, mit einem Browser online zu sein und in Word zu schreiben - sofern man das alles parallel auf dem gar nicht so großen Display schafft. Selbst ein Spiel wie League of Legends läuft auf dem Surface 3, allerdings mit langen Ladezeiten. Für klassische PC-Spiele ist das Surface mit der auf Mobilität ausgerichteten Tastatur und fehlender Maus sowieso nicht das richtige Gerät. Da lohnt sich eher der Griff zu Spielen, die für Tablets gedacht sind. Ein Titel wie Asphalt 8, der auch für Android und iOS zur Verfügung steht und bei Einsteiger- und Mittelklasse-Geräten mit Googles Betriebssystem nicht mit bester Grafikauflösung läuft, stellt das Surface 3 mit höchster Grafikeinstellung vor keine Probleme.

Andere leistungshungrige Anwendungen, wie die Creative Cloud von Adobe, lassen sich zwar installieren und benutzen, aber die Ladezeiten lassen kein sinnvolles Arbeiten mit Photoshop und Co. zu.Bei den Anschlüssen bietet das Surface 3 neben dem Micro-USB-Port zum Aufladen des Akkus mit einer USB-3.0- und einer Mini-DisplayPort-Schnittstelle mehr Anschlussmöglichkeiten als die meisten anderen Tablets - vor allem wenn Android oder iOS auf ihnen laufen.Tablets und Kameras sind ja so eine Sache und das ist beim Surface 3 nicht anders. Während die Frontkamera mit ihren 3,5 Megapixeln für Videochats durchaus zu gebrauchen ist, bietet sich die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite trotz Autofokus nicht gerade für Fotos an. Erstens ist das Tablet zum Fotografieren zu unhandlich und zweitens ist die Bildqualität nicht besser als bei einem durchschnittlichen Smartphone. Deutlich besser gefallen mir da die zwei Lautsprecher auf der Vorderseite des Surface 3. Sie haben einen klaren, satten Klang und sorgen zum Beispiel bei Spielen für eine ordentliche Soundkulisse.

Warten auf Windows 10
Auf dem Surface 3 ist ab Werk Windows 8.1 installiert, als Zugabe gibt es ein 1-Jahres-Abo für Office 365. Zum Betriebssystem ist ja schon viel gesagt worden und meine Meinung hat sich mit dem Surface erneut bestätigt: Microsofts aktuelles Betriebssystem ist weder Fisch noch Fleisch und weder für die Touch-Bedienung noch die klassische Nutzung mit Maus und Tastatur optimal ausgelegt. Und wenn man dann noch den Stift in der Hand hält, ist die Verwirrung komplett.

Damit Windows 8.1 auf dem Surface 3 für weniger Frust sorgt, lohnt es sich, nicht ständig zwischen der Nutzung als Laptop oder Tablet hin und her zu wechseln, sondern diese jeweils länger durchzuhalten und dabei auch konsequent in der klassischen Desktop-Ansicht zu bleiben oder die Kacheloberfläche verwenden - sofern die Programme und das System das zulassen.Nach allem, was ich bisher von Windows 10 gesehen habe, bin ich zuversichtlich, dass es mit dem nächsten Betriebssystem von Microsoft besser wird. Das Surface 3 steht nach Herstellerangaben auf der Liste der Geräte, die das Update erhalten.

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